what3words: Orte über Worte finden

10. Juli 2013 | Kommentieren

Viele Menschen können sich Adressen schwer merken. Wie wäre es, wenn man jeden Ort der Welt über drei Wörter beschreiben und auf einer Karte darstellen könnte? Der neue Standortdienst what3words macht dies möglich. Wir zeigen, wie er funktioniert.

what3words: Orte über Worte finden

Besuchen Sie uns bei stakes.slams.biggest. Zugegeben, das klingt ein bisschen nach Geheimsprache, hinter diesen drei Wörtern verbirgt sich aber die Firmenadresse von webworx. Denn das Location Based Network what3words verwendet Wörter statt Adressen. Basierend auf dem Kartenmaterial von Google Maps wurde jedes Fleckchen Erde mit einer Fläche von 3 m² über drei zufällig und in ihrer Kombination einmalig vergebene Wörter benannt.

Diese drei Wörter müssen dann nur noch - getrennt durch einen Punkt - in die Suche von what3words eingeben werden und schon bekommt man den entsprechenden Ort auf der Karte angezeigt. Anschließend kann dieser bequem über Facebook, Twitter oder per E-Mail geteilt oder zum Ermitteln einer Route an GoogleMaps übergeben werden.

Aber ganz ohne Adresse geht es schließlich doch nicht, denn um erstmalig herauszufinden, mit welchen drei Wörtern ein Ort beschrieben ist, muss diese in die Suche des Standortdienstes eingegeben werden.

Präzisierung und Monetarisierung mit OneWords

Noch einfacher ist es mit den sogenannten OneWords: Wie der Name schon sagt, wird ein Ort in diesem Fall mit nur einem Wort beschrieben. Gegen einen geringen Geldbetrag kann man OneWords nutzen und so Orte auf der Welt individuell und sprechend benennen. Ein OneWord für ein Jahr kostet 1,20 €, für drei Jahre sind es 2,95 €, für fünf Jahre 4,75 € und für 10 Jahre 8,85 €.

what3words: Orte über Worte finden

Außerdem können dem Ort weitere Zusatzinformationen wie Adresse und Telefonnummer hinzugefügt werden - interessant für Unternehmen, die damit kommunizieren möchten. Wichtig ist, dass dem OneWord immer ein * vorangestellt wird, sonst startet man eine allgemeine Suche, statt sich den entsprechenden Ort anzeigen zu lassen.

webworx findet man unter dem OneWord *webworx bzw. unter dem folgenden Kurz-Link: w3w.cm/*webworx – einfach einmal in die Suche eingeben bzw. den Link anklicken und schauen, was passiert.

Ist what3words besser als Google Maps?

Die Macher von what3words werben vor allem damit, dass Wörter leichter zu merken und zu übermitteln sind, als eine vollständige Adresse oder GPS-Koordinaten. Bei einem intuitiv vergebenen OneWord trifft dies wohl noch zu, bei den englischen Drei-Wort-Kombinationen ist es für Nicht-Muttersprachler aber vielleicht schon etwas schwieriger.

Und wer sein Unternehmen bei Google+ Local registriert hat, wird über die Suche von Google Maps ebenfalls schnell und eingängig über den Firmennamen gefunden. Interessant wird es also vor allem dann, wenn man einen Ort kommunizieren möchte, der keine Adresse besitzt, wie zum Beispiel ein Platz in einem großen Park.

Damit das Konzept von what3words funktioniert, muss sich das neue Location Based Network natürlich als primäre Standortsuche im Web etablieren. Dann ist besonders das Konzept der OneWord-Suche vielversprechend und es würde ausreichen, ein einzelnes Wort statt einer Adresse zu kommunizieren. Bis dahin ist es wohl aber noch ein langer Weg – innovativ ist der Dienst aber allemal und verblüffet vor allem durch die Genauigkeit der Ortsangaben.


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